Fußball steht für INTEGRATION

2004

Sport hebt die Grenzen zwischen verschiedenen Hautfarben, Glaubensrichtungen und Nationalitäten auf. Durch gemeinsames Sporttreiben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund soll die gegenseitige Toleranz sowie die gesellschaftliche Integration der Zugewanderten gefördert werden. Im Vereinssport können alle Menschen erleben, dass sie willkommen sind, gebraucht werden und einen Beitrag zur Gemeinschaft leisten können. Das schafft Zugehörigkeit und fördert Integration. Im spielerischen Miteinander werden Fairness, Toleranz, Respekt und Teamgeist vermittelt.

Bei der Hallenstadtmeisterschaft traten unter anderem zwei Teams mit je zwölf Spieler an, von denen je acht ausländische Wurzeln verschiedener Nationalitäten hatten. Das ist der beste Beweis für gelungene Integration. Beim Fußballspiel halten alle zusammen, lernen Fair Play, lernen die deutsche Sprache u.s.w., u.s.w. . Von keiner Mannschaft, die in unserem Fußball-Kreis spielt, wüsste ich eine, bei der kein Spieler mit ausländischen Wurzeln spielt – vor allem auch in den Jugendteams. Selbst beim FC Maroc spielen nicht nur marokkanische Spieler. Oder bei den Red Stars nur russische …

Während meiner Zeit als Schiedsrichter und Schiedsrichter-Beobachter hat es nie besonders auffällige Probleme mit Spielern ausländischer Herkunft oder auch mit ausländischen Vereinen gegeben. Sicherlich braucht man als Schiri auch Fingerspitzengefühl, weil es im Vergleich zu unseren südeuropäischen Freunden unterschiedliche Temperamente gibt – ohne dass die Spielregeln nicht beachtet werden.

In unserer Schiedsrichter-Vereinigung des Kreises MG/VIE haben 41 der 173 Schiedsrichter (das sind 40 Prozent, 2010 lag der Anteil noch bei nur 10 Prozent) diversen ausländische Wurzeln. Ich kann nur sagen: Auch unser gemeinsames Schiedsrichter-Hobby trägt sehr zur Integration bei. Und natürlich grundsätzlich der Fußball bzw. der Sport. Deshalb kann ich nur nochmals bestätigen: Fußball steht für Integration – nicht für Abgrenzung.

Der Stadtsportbund will darauf hinwirken, dass sich unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund eher in unsere bestehenden Vereine integrieren, anstatt eigene Vereine zu gründen. Das ist der bessere Weg, weil dann echte Integration stattfindet. Fußball ist heute „Multi-Kulti“.

– Dieter Kauertz